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Stückzahl 1! Im Industriebetrieb

Den einen speziellen Kundenwunsch für die Traumküche umsetzen und daneben über 1000 Elemente pro Tag produzieren. Dies ist die tägliche Herausforderung der Veriset Küchen AG. Damit die etwas spezielleren Kundenwünsche nicht nur Wünsche bleiben, suche ich, als technischer AVOR, auch ausserhalb der internen Norm nach neuen Fertigungsmöglichkeiten. Dadurch bleibt mein Geist aktiv und die Kunden bei der Veriset.

Da wir uns in der Firma einen sehr eng getakteten Zeitplan der internen Arbeitsschritte zurechtgeschneidert haben, ist es wichtig, dass jeder einzelne Mitarbeiter seinen "Job" immer auf die Minute genau und in Top Qualität an den nächsten Arbeitsplatz abliefert. Die Aufgabe der AVOR ist es nun den Kundenwunsch in diesen top abgestimmten Zeitplan zu integrieren. Dazu stehen uns zum einen ein technisch hoch spezialisiertes Team in der Produktentwicklung, Produktionssteuerung und zum anderen eins von der Sonderteilefertigung, Produktion zur Seite.

Damit ich zügig von der Idee zur Umsetzung voranschreiten kann habe ich mir einen Weg zurechtgelegt, den ich flexibel von A nach B oder aus Kundensicht von Wunsch- nach Traumobjekt begehen kann. Unter flexibel verstehe ich; Beschläge welche ich mir genauso wie ich sie brauche aufzeichne und dann am Nächsten Tag bereits in den Händen halten und testen kann ob ich beim Entwerfen an alles Wichtige gedacht habe. Diese Teile kann ich dann verbessern oder gleich so wie ich sie hergestellt habe im Element einbauen. Die Technik welche diese Zielgerichtete Anpassungen in einem sehr kleinen Zeitfenster ermöglicht, nennt sich Additive Fertigung (AF).

Damit sich der Einsatz der AF auch rentiert, habe ich aus meinem Erfahrungsschatz folgenden Leitfaden zusammengestellt:

  • Mit dem Kunden oder Hausintern einen geeigneten Lösungsansatz definieren
  • Mannigfaltige Handskizzen von möglichen Lösungen auf ein Blatt Papier zeichnen
  • Nach diesen Merkmalen eine Skizze auswählen:
  1. In das zu fertigende Teil kann mindestens eine Zusatzfunktion eingebaut werden
  2. Es gibt keine vergleichbare Option dieses Teil herzustellen
  • Die Skizzen im CAD am Objekt "anbringen"                   
  • Aus den Skizzen eine Form extrudieren
  • Das gut zur Ausführung des Kunden einholen
  • Materialwahl: das Material muss in der Form des Designs den eintretenden Kräften standhalten
  • Die Form additive herstellen
  • Einbauen und Funktionstest der Teile am Produktionstag in der Sonderteilefertigung
Vorführung
  • Feedback vom Kunden einholen
  • Immer besser werden!

Der Produktionsprozess wird demnach nur ein einziges Mal tangiert, und zwar am Tag des Einbaus in der Sonderteilefertigung. Genau am richtigen Ort und zur richtigen Zeit, ohne Unterbruch oder Verzögerung des Zeitplans. Diese Kundenanpassungen können dann vom Kunden in der gleichen Art, in Stückzahl eins oder gleich ein Duzend zu einem späteren Zeitpunkt wieder bestellt werden.

Wenn ich Sie mit meinem Artikel zu neuen Ideen oder Ansätzen inspirieren konnte dann freut es mich. Falls sie Fragen oder Ergänzung haben, schreiben Sie es mir! Gerne können wir uns auch persönlich über Lösungen in Ihrem Betrieb unterhalten.